Normale Erklärungen für Kinderfälle - Unsterblichkeit der menschlichen Seele

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Normale Erklärungen für Kinderfälle

Betrug, Selbsttäuschung, unbewusste Beeinflussungen
A. Betrug der Autoren
These:
Die Autoren veröffentlichen um des Ansehens oder des Geldverdienstes wegen und nehmen es daher mit der Wahrheit nicht so genau.
Gegenargumente (nur wichtigste):
  1. Dies ist ein eher theoretischer Einwand: Kein ernst zu nehmender Kritiker ist bekannt, der dies unterstellt.
  2. Der Hauptautor, Prof. Stevenson, gab eine erfolgreiche und  aussichtsreiche Karriere an der Universität von Virginia (USA) auf, in  der er viel mehr Geld und Ansehen hätte erwerben können, als mit  der Reinkarnationsforschung. Er widmete sich ganz diesem neuen Thema, für das er sich keine Aussichten auf Anerkennung erhoffen konnte.
  3. Der Stil der Veröffentlichungen ist wissenschaftlich, nicht nach Art eines Bestsellers.
  4. Es gibt Replikationen. Man müsste unterstellen, die 5 universitären  Autoren hätten ein Komplott geschmiedet. Das ist wider den Charakter dieser Forscher.

B. Selbsttäuschung der Autoren
These:
Die Autoren glauben zwar, der Wahrheit zu dienen, sitzen aber ihrer unzureichenden Methodik und ihren Vorurteilen auf.
Gegenargumente (nur wichtigste):
  1. Die Ergebnisse von 5 universitären Forschern bestätigen sich  gegenseitig. Man müsste bei dieser These unterstellen, dass sich alle gleichermaßen selbst betrogen oder die gleichen Fehler gemacht hätten. Das ist zwar denkbar, aber sehr unwahrscheinlich.
  2. Seit Jahrzehnten sind Normen für die Feldforschung aufgestellt worden,  die dazu dienen, Fehler zu vermeiden, wie z. B. unbeobachtete, normale Übermittlung von Informationen nicht zu übersehen und v. a. m.. Diese sind sowohl von Stevenson als auch von anderen Forschern angewendet worden und werden von der Mehrzahl der Kritiker akzeptiert.
  3. Stevenson arbeitete mit einheimischen Kollegen oder Übersetzern  zusammen, so dass durch Kulturunterschiede bedingte Fehlerquellen minimiert wurden. Einige Fälle sind zuerst auch von Einheimischen  erforscht und veröffentlicht worden, bevor sie Stevenson aufgriff.
  4. Aus Stevensons Stellungnahmen geht immer wieder seine allgemeine Vorsicht hervor - auch sich selbst gegenüber.

C: Bewusster Betrug seitens der Kinder bzw. deren Familien
These:
Das Kind, dessen Eltern bzw. Familienmitglieder und Zeugen haben sowohl ein Motiv, als auch die Möglichkeit und zusätzlich die Gelegenheit,  einen Reinkarnationsfall vorzutäuschen. Ein Beispiel wäre, dass ein  indisches Kind sich gerne mit einer höheren Kaste als der eigenen  identifizieren will.
Gegenargumente (nur wichtigste):
  1. In den Einzelfallberichten werden denkbare Betrugsabsichten und deren  Motivationshintergrund konkret angesprochen, um den Fall angemessen beurteilen zu können.
  2. Abgesehen von wenigen Ausnahmen konnte in der großen Mehrzahl aller  Fälle kein Motiv gefunden werden (Publicity, Ansehen, Geld, Jux, Zuwendung für die heutige Person seitens der Eltern, usw.).
  3. Viele Eltern haben mit zum Teil heftigen Maßnahmen versucht, ihre  Kinder von den Erinnerungen an ein früheres Leben abzubringen. Damit zeigen sie drastisch, generell kein Motiv zur Vortäuschung eines Reinkarnationsfalles zu haben.
  4. Es würde von den oft armen Familien oder gar einem Kind einen nicht zu leistenden Aufwand erfordern, viele Mitglieder beider Familien, die später Zeugen werden können, zu beeinflussen. Sie müssten  alle für eine Inszenierung des Wissens und der Verhaltensweisen, darunter Emotionen, Phobien und Wiedererkennungen geschult  werden. Dazu müssten Informationen aus oft weiter Entfernung beschafft und alles über viele Jahre einigermaßen widerspruchsfrei aufrecht erhalten werden.
  5. Auch durch Versuche der Missleitung des Kindes haben Zeugen zu erkennen  gegeben, dass sie skeptisch eingestellt sind und nicht einen Fall vortäuschen wollen.
  6. Geburtsmale sind mit der Betrugshypothese nicht erklärbar.

D. Unbewusste Beeinflussung der Kinder durch ihre Eltern
These:
Das Kind bekommt Wissen von den Eltern (z. B. nonverbal) übermittelt, ohne dass dies den Eltern bewusst wird.
Gegenargumente (nur wichtigste):
  1. Da auch hier ein Motiv vorliegen müsste und das Wissen erst einmal auf  normalem Weg zu den Eltern gelangt sein muss, gelten nahezu dieselben Argumente, wie bei (bewusstem) Betrug (C)).
  2. Eine Studie von Prof. Haraldsson hat gezeigt, dass Kinder mit  Reinkarnationserinnerungen nicht leichter beeinflussbar (suggestibel)  sind, als andere Kinder.

E. Unbewusste Wünsche des Kindes nach Aufmerksamkeit
These:
Das Kind konstruiert unbewusst einen Fall und identifiziert sich damit, um die Aufmerksamkeit seiner Eltern zu erhalten.
Gegenargumente (nur wichtigste):
  1. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle finden es die Eltern eher  bedrückend, ein Kind mit Reinkarnationserinnerungen zu haben. Sie haben Agst, das Kind an andere Eltern zu verlieren und fürchten gemäß einem Aberglauben den frühen Tod des Kindes. In 41% bis 80% (je nach Studie) der Fälle werden auch Maßnahmen zur Unterdrückung der Äußerungen des Kindes ergriffen. Was sollte unter diesen Umständen ein Kind dazu bewegen, einen Fall vorzuspielen?
  2. Auch bei dieser Hypothese müssen das Kind oder seine Eltern etwas über  die frühere Familie auf natürlichem Weg erfahren haben, um einen  Fall – wenn auch unbewusst – in all seinen Elementen (Aussagen,  Verhalten, etc.) konstruieren zu können. Es gelten also die meisten Argumente wie für (bewussten) Betrug (C). Unbewusste Beeinflussung erklärt also nicht die auftretenden Übereinstimmungen von Verhaltenszügen, Emotionen mit der früheren Person und  die gelungenen Wiedererkennungen von Personen und Sachen.
  3. Unbewusste Beeinflussung erklärt nicht die auftretenden Fertigkeiten, Träume oder Geburtsmale.  
Kryptomnesie (Quellen-Amnesie)
These:
Das  Kind hatte – unbemerkt von den Eltern (oder von ihnen wieder vergessen)  - Zugang zu Informationsquellen über die frühere Person bzw. Familie  und hat die Information (bewusst oder unbewusst) auch aufgenommen. Es  hat aber sowohl diese Quelle, als auch die Tatsache vergessen, Zugang zu  ihr gehabt und Information aufgenommen zu haben und es erinnert das  aufgenommene Wissen als eigenes Erleben.
Gegenargumente (nur wichtigste):
  1. Der (unbemerkte) Zugang zu Informationsquellen wurde von Stevenson  immer als Möglichkeit bedacht und er hat in der Regel keine Belege dafür gefunden.
  2. Kryptomnesie erklärt nicht die auftretenden Verhaltenszüge, Emotionen,  Fertigkeiten, spontanen Wiedererkennungen, Träume oder Geburtsmale von Personen.
  3. Bei streng privaten oder intimen Informationen, die niemals an die  Öffentlichkeit gelangten, konnte die Nachricht das Kind nicht erreiche (geheime Verstecke, unaufgeklärte Mordfälle).
Paramnesie (falsche Erinnerung; sozio-psycho-kulturelle Erklärung)
These:
Die Eltern sind leichtgläubig und stellen dem Kind Suggestivfragen. Das  Kind will den Eltern gefallen, „spielt mit“ und zeigt passende  Emotionen. Eine scheinbar passende frühere Familie wird gefunden und  bestätigt in ihrer Trauer die falschen Aussagen.
Gegenargumente (nur wichtigste):
  1. Stevenson ist Psychiater, kann so etwas daher erkennen und hat  tatsächlich auch solche Fälle gefunden – aber nur ganz wenige.
  2. Wenn Eltern Maßnahmen zur Unterdrückung der Erinnerungen ihrer Kinder ergreifen (41% bis 80% der Fälle) oder sie reinkarnationsungläubig sind, ist die Erklärung nicht anwendbar.
  3. In Fällen mit schriftlichen Aufzeichnungen vor dem Zusammentreffen der  Familien (ca. 1% von 3000) sind Erinnerungsfehler von Seiten des Kindes und nachträgliche Aufbesserungen durch die Zeugen, also Paramnesie, bis zur Begegnung der Familien ausgeschlossen.
  4. Geburtsmale, Fertigkeiten und Fähigkeiten lassen sich nicht herbeireden.
  5. Spontane Verhaltensweisen, Wiedererkennungen und Emotionen des Kindes  (manchmal aus dem Rahmen fallend) müssten antrainiert sein. Das wäre undurchführbar. Woher hätten die Eltern das Wissen dazu?
  6. Die verzerrte Erinnerung müsste bei mehreren Zeugen gleichartig sein.
Kulturell geprägte Phantasie
These:
Die Äußerungen der Kinder stellen Phantasien oder Halluzinationen dar, die nach dem Volksglauben ausgestaltet sind.
Gegenargumente (nur wichtigste):
  1. Gegen pure Phantasie als Haupterklärung sprechen die vielen, gelungenen Verifikationen (Bestätigungen) der Fälle .
  2. Gegen pure Phantasie spricht, dass kein Fall bekannt ist, in dem das  Kind noch lebende Personen fälschlicherweise als frühere Person benannt hat.
  3. Mit der früheren Person übereinstimmende Emotionen, Charakterzüge und  Fertigkeiten, richtige Wiedererkennungen sowohl von Personen, Orten als auch Sachen und stimmige Geburtsmerkmale können nicht durch Phantasien erklärt werden.
  4. Beispielfälle, in denen privates, intimes Wissen offenbart wurde, das  der Familie der heutigen Person nicht bekannt gewesen sein kann, bleiben als „kulturell gefärbte Phantasie“ unerklärlich.
  5. Phantasie wird allgemein eingesetzt, um Erinnerungslücken zu füllen.  Insofern ist ein Anteil an Phantasien hier, wie im übrigen Leben zu erwarten.
Genetisches Gedächtnis
These:
Die  Erinnerungen stellen Erlebnisse der Vorfahren dar, die mit den Genen  weitervererbt worden sind, ähnlich wie instinktmäßiges Erinnern bei  Tieren.
Gegenargumente (nur wichtigste):
  1. In der  Mehrzahl der Fälle befinden sich die Personen nicht in gleicher  biologischer Abstammungskette, so dass Vererbung als Erklärung ausscheidet.
  2. Erinnerungen an den Tod sind prinzipiell nicht vererbbar, spielen aber eine zentrale Rolle in den Fällen.
  3. Eine genetische Vererbung von Erinnerungen an Erlebnisse ist bisher wissenschaftlich nicht bestätigt.
  4. Nach heutigem Wissen werden persönliche Verhaltensweisen, Emotionen, Fähigkeiten und Wiedererkennungen nicht vererbt.
Zufall
These:
Die Übereinstimmungen, die in gelösten Fällen gefunden wurden, sind zufälliger Natur.
Gegenargumente (nur wichtigste):
  1. Für einen hypothetischen Fall mit 2 passenden Muttermalen, einer  Nennung eines Vor- oder Nachnamens und eines Ortes kann man folgendes abschätzen: Um einen einzigen solchen Fall mit einiger Sicherheit  (63%) als Zufallstreffer zu finden, müsste man unter 1000-Mal so vielen Menschen suchen, als auf der Erde lebten, als sich der Fall entwickelte  (5 Milliarden). Ein Zufallstreffer ist also sehr unwahrscheinlich.
  2. In guten Fällen kommen noch mehr Merkmale als im obigen Beispiel  zusammen und ergeben noch beeindruckendere Zahlen, die gegen Zufall als Erklärung sprechen.
  3. Wie kann es aber möglich sein, dass trotz solcher Unwahrscheinlichkeit  eines Zufallsfundes, eine arme asiatische Familie dennoch in ca. 2/3 der Fälle die richtige frühere Familie findet? Die Antwort: Die Angaben  der Kinder sind so spezifisch, dass eine gezielte Suche möglich ist. Dazu kommt, dass sich die Reinkarnation meist im engeren oder weiteren geographischen Raum der heutigen Person ereignet.
Schizophrenie oder multiple Persönlichkeitsstörung
These:
Weil sich die Kinder mit einer anderen Person identifizieren, haben sie  eine gespaltene Persönlichkeit und sind daher psychisch krank  (Schizophrenie oder dissoziative Identitätsstörung/MPD).
Gegenargumente (nur wichtigste):
  1. Diese Krankheiten können nicht erklären, wie Kenntnisse aus  unbekannten, z. T. weit entfernt wohnenden Familien und verborgenes Insiderwissen erhalten werden kann.
  2. Diese Krankheiten erklären nicht die Übereinstimmungen in den  auftretenden Verhaltenszügen, Emotionen, Fertigkeiten, Fähigkeiten, Träumen und Geburtsmalen.
  3. Die Kinder manifestieren sich nicht in 2 getrennten Persönlichkeiten,  sondern ihre Persönlichkeitsstruktur bildet mit ihren Erinnerungen eine ICH-Einheit.
  4. Die Untersucher sind bzw. waren Psychologen oder Psychiater. Sie können  und haben diese Frage untersucht und haben keine Anhaltspunkte für Schizophrenie oder MPD bei den Kindern gefunden.
Inselbegabung (Savantismus)
These:
Die  Kinder sind „Savants“, denn sie zeigen eine sehr selten vorkommende,  unerklärliche Sonderbegabung, nämlich das frühere Leben eines  Verstorbenen zu kennen, sich damit zu identifizieren und es nachzuleben  (wie eine Rolle dramatisierend aufzuführen).
Gegenargumente (nur wichtigste):
  1. Die Kinder zeigen nicht die typischen Merkmale von Savants (Autismus, Hirnschäden, niedrigen IQ).
  2. Die These kann nicht erklären, wieso nur eine bestimmte frühere Person und welche ausgewählt wird.
  3. Die These kann Geburtsmale nicht erklären.
  4. Man müsste den Savants paranormale Fähigkeiten zuschreiben, um zu  erklären, wie sie an das zum Teil sehr private Wissen über die frühere Person herangekommen sein könnten, um mit der früheren Person  übereinstimmende Emotionen, Verhaltenszüge und Fertigkeiten, Wiedererkennungen von Personen und Sachen darstellen und dramatisieren zu  können. Von klassischen ASW-Fähigkeiten kann bei Savants aber keine Rede sein.
  5. Die Professoren (Psychologen) hätten Savantismus erkannt.
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