Nahtoderfahrungen - Unsterblichkeit der menschlichen Seele

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Nahtoderfahrungen

Band 3

Welchen  Beitrag können
Nahtoderlebnisse (NTEs)
und die damit oft verbundenen  außerkörperlichen Erfahrungen (AKEs) zur Überlebens- und  Reinkarnationsforschung leisten?
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1. Meine Antwort in Kürze

  • Die außerkörperlichen Erfahrungen (AKEs), die mit Nahtoderfahrungen (NTEs) einhergehen können, lassen sich oft nachprüfen und führen zu dem unglaublichen Ergebnis, dass ein Bewusstloser manchmal Dinge beobachtet, die er eigentlich nicht gesehen oder gehört haben kann.
  • Die  AKEs weisen darauf hin, dass sich das Bewusstsein vom Körper abspalten kann. So sollte es auch sein, wenn man davon ausgeht, dass das Bewusstsein oder die Seele den Tod überdauert.
  • Das  Argument, es könne sich nicht um einen Blick ins Jenseits gehandelt haben, weil die Person wiederbelebt werden konnte, also nicht “richtig” tot war, wird durch Beispiele in Frage gestellt, in denen auch über längere Zeit kein EKG, kein EEG und kein evoziertes Potential mehr am Kopf registriert wurde und damit die anerkannten Merkmale zur Bestimmung des Todes aufgetreten sind (z. B. Pam Reynolds auf der Seite "Beispiele"; s. a. “Jenseitsberichte”; Ausführliches dazu in Band 3).
    In einem andersartigen Beispiel bestätigt ein Verstorbener, der als Erscheinung bei einem Sterbenden auftrat, dass eine NTE durchaus als "Stippvisite" im Jenseits aufgefasst werden kann.
  • Wie  bei den Spontanerinnerungen kleiner Kinder ist zu NTEs eine große Zahl von Fällen dokumentiert und untersucht. Das Phänomen kann als gesichert gelten. Es tritt mit Variationen in allen Kulturen auf.
  • Normale Erklärungen, wie z. B. Sauerstoffmangel u.a.m., sind für die meisten Fälle entkräftet worden. Ein weiteres Gegenargument stammt von den EES (Empathische Erlebnisse mit Sterbenden).
  • Das Gros der Fälle trägt nichts zur Frage der Wiedergeburt bei. Es gibt aber Ausnahmen. Ein Beispiel findet sich unter Beispiele auf diesen Seiten und mehr in Band 3. Dort findet man weitere Fallberichte und Hinweise aus NTEs auf die Wiedergeburt.

Selbst Erfahrungen gemacht? Mailen Sie mir bitte. Ich sammle, veröffentliche aber nur, was Sie erlauben - versprochen!
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Aufstieg der Seligen
Hieronymus Bosch ( * um 1450; † August 1516) Aufstieg der Seligen
2. Nahtoderlebnisse (NTEs) und außerkörperliche Erfahrungen (AKEs)

Klinisch kurzzeitig tote, aber wiederbelebte Personen, beschreiben eigenartige paranormale Erlebnisse, in denen sie während der Bewusstlosigkeit ihre irdische “Todesszene” beobachten konnten und nun glauben, für kurze Zeit in eine jenseitige Welt geschaut zu haben. Dieses mit der Abkürzung “NTE” bezeichnete Phänomen wurde Mitte der 70-er Jahre einer breiteren Öffentlichkeit durch das Buch „Leben nach dem Tod“  von Raymond Moody (Moody 1977) bekannt. Diese erste Veröffentlichung einer Feldstudie stützte sich auf 150 Fälle. Seit 1977 gibt es die „International Association for Near-Death StudiesIANDS mit ihrem deutschen Ableger “Netzwerk Nahtod-Erfahrung” (und etlichen Untergruppierungen). Ähnlich wie für Reinkarnationserinnerungen von Kindern, gibt es eine Feldforschung zu Nah-Todeserlebnissen. Der Kardioonkologe Long gründete 1998 die “Near Death Experience Research Foundation” in USA mit Ableger in Deutschland (https://www.nderf.org/German/index.htm), die sich um die Dokumentation und Erforschung von NTEs bemüht. Für USA gibt es noch die Internetseite von Kevin R. Williams "https://www.near-death.com/index.html".

In der allgemeinen Bevölkerung kommen NTEs in einer Häufigkeit von 4 bis 5 % vor. Unter Patienten mit einer lebensbedrohlichen Symptomatik schwanken die Angaben je nach Studie zwischen 14 und 80 %. In den 30 Jahren von 1975 bis 2005 sind in 42 Studien ca. 2500 Fälle untersucht worden. Bei einer solchen Zahl kann das Phänomen als gut gesichert (real vorkommend) angesehen werden. Da in allen Studien viele Gemeinsamkeiten gefunden wurden, kann man allgemeine Aussagen über NTEs treffen.

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Moody, Raymond, A (1977) Leben nach dem Tod/ Die Erforschung einer unerklärten Erfahrung, Rowohlt, Hamburg, ISBN: 3-498-04252-1
3. Wiederkehrende Elemente der Nahtoderlebnisse

  1. Unbeschreiblichkeit der Erfahrung, weil geeignete Worte fehlen.
  2. Hören der sie betreffenden Todesnachricht von Personen aus ihrer Umgebung.
  3. Gefühl des Friedens und der Ruhe; als erlösend empfundene Schmerzfreiheit. (In 1 bis 2 %  der Fälle kommen auch negative, Furcht einflößende Erfahrungen vor (nach  Holden bis 20%).)
  4. Wahrnehmen von angenehmen (z.B. Musik) oder unangenehmen Geräuschen.
  5. Durchschweben eines dunklen Tunnels in hoher Geschwindigkeit.
  6. Außerkörperliche Erfahrung (AKE) (engl. OBE = Out of Body Experience):
    1. Die Erfahrungsträger haben das Gefühl, ihren Körper verlassen zu haben, und in einem schwerelosen Körper oder manchmal ohne Körpergefühl – oft aus einer Ecke an der Zimmerdecke – ihren leblosen irdischen Körper und was um ihn herum geschieht zu beobachten.
    2. Umliegende Objekte werden perspektivisch richtig gesehen (z.B. der Blick auf den Hinterkopf eines Operateurs, wodurch die Sicht auf das Operationsfeld behindert ist).
    3. Manchmal berichten sie auch von Orten außerhalb der sensorischen Reichweite des Körpers, an den sie rein durch Gedankenkraft geschwebt sein wollen.
    4. Die Gesetze der Schwerkraft scheinen aufgehoben zu sein.
    5. Bei Sehbehinderten scheint die Sehkraft wieder hergestellt zu sein (z. B. Farbwahrnehmung).
    6. Die Berichte lassen wegen ihrer Exaktheit Verwunderung seitens Außenstehender aufkommen. (In vielen Fällen war eine Verifikation des Wahrgenommenen möglich.)
    7. Wenn sich die aus dem Körper getretenen Personen an die Lebenden in ihrer Umgebung wenden, stellen sie fest, von diesen nicht gehört und nicht gesehen zu werden, obwohl sie selbst hören und sehen können. Sie können die Lebenden auch nicht berühren, ihre Hände scheinen durch die Körper hindurch zu greifen. Sie können durch Wände oder geschlossene Türen laufen. Diese Situation bringt dann oft, aber auch nicht immer, die Erkenntnis, gestorben zu sein.
    8. AKEs kommen häufig vor, auch ohne drohende Todesgefahr. Einzelne Begabte können sie auch willentlich herbeiführen.
  7. Transzendenzerfahrung (TZEs):
    1. Begegnung mit (dem Rezipienten meist bekannten) Verstorbenen oder spirituellen Wesen (Wegbegleitern oder Schutzengeln), die manchmal leuchten und die den vom Tod bedrohten Patienten begrüßen, unterstützen oder manchmal abholen wollen, was normalerweise als beglückend empfunden wird.
    2. Kaum jemals trifft man noch lebende Menschen.
    3. Von  Kindern würde man erwarten, dass sie ihre noch lebenden Eltern sehen.  Dem ist aber nicht so.
    4. Manche  sehen Wesenheiten, die darauf warten, wiedergeboren zu werden, oder sie begegnen diesen auf ihrem Weg ins Diesseits (auf die Erde), obwohl das den religiösen Vorstellungen des Patienten zuwider läuft.
    5. Sichtbare körperliche Gebrechen, welche die Verstorbenen vor ihrem Tod hatten, sind verschwunden.
    6. Das Gefühl, zu Hause angekommen zu sein.
    7. Zum Ende der Erfahrung teilen diese Geistwesen oft quasi telepathisch mit, dass die Zeit zum Sterben noch nicht gekommen ist, noch Aufgaben auf der Erde zu erledigen sind und der Rückweg in den Körper angetreten werden muss. Manchmal wird diese Entscheidung frei gestellt, aber bei NTEern wurde die Rückkehr natürlich (freiwillig oder widerstrebend) akzeptiert. Schließlich gelang ja die Wiederbelebung.
  8. Begegnung mit einem als sehr hell empfundenen, aber nicht blendenden Licht, das auch als unendliche Liebe ausstrahlendes Lichtwesen, auch als Engel, Jesus oder Gott, geschildert wird, wenn das Bewusstsein des Perzipienten in das Licht eintaucht. Häufig sieht man das Licht zuerst als kleinen Lichtpunkt am Ende des Tunnels, auf den man rasend schnell zuschwebt. Oft entsteht eine telepathische, von Liebe getragene Kommunikation mit dem Lichtwesen, in der es um das geht, was man im Leben erreicht hat (ohne Anklage) und ob man auf Erden weiterleben oder sterben möchte. Die Entscheidung, auf Erden weiterzuleben, führt dann zur gelungenen Wiederbelebung.
  9. Eine Lebensrückschau nach Art eines Films im Schnelldurchlauf, in dem wichtige, aber auch unbedeutende Stationen des Lebens chronologisch und oft lebensecht, dreidimensional auftauchen. Man verspürt die damit verbundenen eigenen Emotionen und diejenigen betroffener Mitmenschen, was schmerzvoll oder beglückend sein kann. Dies führt zu einer Selbstbeurteilung nach eigenen, meist strengen moralischen Regeln, die man kurz auf den einfachen Nenner bringen kann: „Ihr sollt lieben und lernen“. Es gibt keine Verurteilung durch Richter im Fall von Fehlverhalten. Gelegentlich wird der weitere Fortgang des Lebens richtig vorhergesehen. Manchmal werden in der Lebensschau auch mehrere frühere Leben gesehen.
  10. Fortbestehen des Gefühls der eigenen Identität. Denken und Bewusstsein sind dasselbe wie im Leben kurz vor dem NTE.
  11. Das Gefühl, auf alle Fragen des Lebens und über das Universum unmittelbar eine Antwort erhalten und so quasi unumschränktes Wissen erlangt zu haben, das man jedoch nicht oder nur teilweise zurück ins irdische Leben mitnehmen kann.
  12. Gesteigerte intellektuelle Fähigkeiten während der NTE.
  13. Aufenthalt in wunderschönen Landschaften mit Blumen und Wiesen in ungekannter Farbenpracht bis hin zum Erblicken tempelartiger Gebäude oder einer großen Lichtstadt.
  14. Manche berichte von einem 360-Grad Rundumblick, der eine auf der Erde unmögliche Perspektive erlaubt.
  15. Verändertes Zeitgefühl.
  16. Das Empfinden, mit dem Kosmos und allen Wesen verbunden oder eins zu sein.
  17. Manche Berichte sprechen von einer vollkommenen Ordnung im Universum. Alles was geschieht, auch Kriege oder Hunger entsprechen einer Planung.
  18. Das Erreichen einer symbolischen Grenze, deren Überschreitung den (unwiderruflichen) Tod im Diesseits bedeuten würde. Das Symbol kann ein Fluss, ein Zaun, eine Türe, ein Nebel oder anderes sein. Jenseits der Grenze werden gelegentlich Verstorbene gesehen, die zuwinken.
  19. Die (freiwillige oder oft widerstrebende) Rückkehr in den Körper geschieht, nachdem gesagt wurde, dass "die Zeit noch nicht gekommen sei", und noch Aufgaben auf Erden zu erledigen seien. Manchmal kehrt man auf demselben Weg durch den Tunnel zurück, auf dem man gekommen war, manchmal wird man wie gewaltsam heruntergesaugt. Meist setzen die alten Schmerzen wieder ein und führen bei manchen Menschen dazu, sich über die Tatsache, wiederbelebt worden zu sein, bei den Ärzten zu beschweren.
  20. Nachwirkungen:
    1. Scheu, das Erlebte zu berichten. Diejenigen, die von einem NTE berichten können, zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihr Erlebnis nach dem Aufwachen nicht vergessen haben und als lebensprägend und unvergesslich empfinden. Weil das Erlebte aber so außergewöhnlich ist, getrauen sich viele nicht, anderen darüber zu berichten, weil sie fürchten, für verrückt gehalten zu werden.
    2. Eine bedeutende Reaktion besteht darin, dass die meisten Erfahrungsträger ihre Todesangst verlieren.
    3. Die Erfahrungsträger richten ihr Leben moralisch und spirituell neu aus. Materielle Dinge und der gesellschaftliche Rang verlieren an Bedeutung.
    4. Eine große Zahl von Erfahrungsträgern entwickeln nach der NTE parapsychologische Fähigkeiten, wie Telepathie, Hellsehen, Fernwahrnehmung oder Prophetie.

Natürlich treten die genannten Elemente nicht gleichzeitig in einem einzigen Fall auf, sondern pro Fall in unterschiedlicher Zusammenstellung.

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Quellen (mit Links zu Literaturseiten):
Lommel, Pim van (2009) Endloses Bewusstsein/ Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung, Patmos, Düsseldorf, ISBN: 978-3-491-36022-8
Moody, Raymond, A (1977) Leben nach dem Tod/ Die Erforschung einer unerklärten Erfahrung, Rowohlt, Hamburg, ISBN: 3-498-04252-1
Ring, Keneth (1985) Den Tod erfahren - das Leben gewinnen / Erkenntnisse und Erfahrungen von Menschen, die an der Schwelle zum Tod standen und überlebt haben, Scherz, München, ISBN: 3-502-13619-X
Sabom, Michael, B. (1986) Erinnerung an den Tod/ Eine medizinische Untersuchung, Goldmann, München, ISBN: 3-442-11741-0
Osis, Karlis; Haraldsson, Erlendur (1987) Der Tod - ein neuer Anfang / Visionen und Erfahrungen an der Schwelle des Seins, Hermann Bauer, Esotera-Taschenbuch, Freiburg, ISBN: 3-7626-0633-1
Greyson,  Bruce (1984) The Near-Death Experience Scale / Construction,  Reliability, and Validity, The Journnal of Nervous and Mental Disease,  Vol. 171, No. 6, S. 369-375
Holden, J. M., ed; Greyson,  Bruce; James, Debbie (2009) The Handbook of Near-Death Experiences / Thirty Years of Investigation, Praeger Publ., ABC-Clio; Santa Barbara, Calif., Denver, Col., Oxford, England, ISBN: 978-0-313-35864-7
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