Beispiele für Déjà-vus - Unsterblichkeit der menschlichen Seele

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Beispiele für Déjà-vus

Beispiele für Déjà-vus
Beispiele für Déjà-vus, die als Ursache ein früheres Leben anzunehmen nahe legen

  1. Wiedererkennen von Orten als Auslöser (Beispiel 1, Beispiel 2, weitere Quellen)
  2. Wiedererkennen von Personen als Auslöser (Beispiel 3, Band 3, S. 412-418, Treffen in Orly)
1. Gasthaus mit Gravur im Fenster

Ein junger Mann in England kam zum ersten Mal in seinem Leben in ein bestimmtes Dorf und kehrte dort in einem alten Wirtshaus ein. Beim Eintreten überkam ihn das Gefühl des Vertrautseins mit diesen Räumlichkeiten, und er sagte zu seinem Begleiter:“Wenn ich schon mal in einem früheren Leben hier gewesen bin, dann habe ich meinen Namen mit einem Diamanten auf die unterste Scheibe des linken Fensters dort drüben geschrieben!”

Die beiden schauten nach und siehe da, in einer Ecke der besagten Scheibe war tatsächlich ein Name eingekratzt, und es war merkwürdigerweise der Name des Großvaters jenes jungen Mannes. Aus dem ebenfalls eingeritzten Datum war ersichtlich, dass der Großvater noch ein Jüngling war, als er sich hier “verewigte”.

Von einer genaueren Nachprüfung wird leider nichts berichtet. So kann man nur vermuten, dass das Déjà-vu des Engländers darauf zurückzuführen ist, dass der Großvater in seinem Enkel, dem Engländer wiedergekommen ist. Innerfamiliäre Fälle kommen nicht selten vor, wie man von den Kinderfällen und aus Rückführungen weiß.        
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Quellen:
Schmidt, K. O.  (1962) Wir leben nicht nur einmal / 111 Rückerinnerungen an frühere  Leben, Berichte und Tatsachen, Heinrich Schwab, Argenbühl-Eglofstal, S.  155, 209, ISBN: 3-7964-0062-0
Passian Rudolf (1985) Wiedergeburt / Ein Leben oder viele?, Knaur, München, S. 57, ISBN: 3-426-04154-5
2. Das deutsche Bauernmädchen

Die 26-jährige Inge Ammann (Pseudonym) machte mit ihrem Mann Urlaub, ohne einen genauen Plan zu haben. Sie tourten durch Oberfranken und kamen in eine Stadt, die an der Straße nach Tschechien liegt und mit „T“ anfängt. Die Umgebung kam ihr bekannt vor, aber sie sagte dies ihrem Mann nicht. Als sie aber in eine Seitenstraße in einer bewaldeten Gegend einbogen, platzte es aus ihr heraus: „Hier ist es, wo ich früher gelebt habe! Ich weiß genau, wo alles ist“.

Ihr Mann hielt an und fragte, ob sie verrückt geworden sei. An ihrem Gesichtsausdruck konnte er aber ablesen, dass sie es ganz ernst meinte. Sie versuchte, ihm ihre Gefühle zu erklären, die sie selbst noch nicht ganz begriff. Ihr war plötzlich klar geworden, dass sie vor dem 2. Weltkrieg ein Bauernmädchen mit Namen Maria D. war, hier gelebt hatte und sich an ein paar Einzelheiten erinnern konnte.

Sie wusste z. B. genau, wie das Dorf aussah und in welchem Haus sie und ihre Eltern einst gelebt hatten. Sie erinnerte sich auch, zwei Brüder gehabt zu haben. An ihren eigenen Tod im früheren Leben konnte sie sich aber nicht erinnern.

Ihr Mann konnte damit überhaupt nichts anfangen und es gab Streit zwischen den Ehepartnern. Man einigte sich darauf nachzuprüfen, ob es wirklich eine Maria D. in Fleisch und Blut gegeben hat.

Als sie in das Dorf kamen, erkannte Inge Ammann jede Straße und jedes Haus. Änderungen fielen ihr auf. Der Straßenbelag der Hauptstraße war erneuert, es gab einige neue Häuser und andere waren leicht umgebaut worden. Sie führte ihren Mann wie eine Fremdenführerin und zeigte ihm ihr Geburtshaus aus dem früheren  Leben.

Die beiden gingen nun in die Dorfkneipe, die völlig unverändert wirkte. Sie wollten den Wirt befragen, aber Frau Ammann brachte kein Wort heraus. Ihr Mann erkundigte sich schließlich nach dem Bauernhof, auf dem die D’s gewohnt hatten. Der Wirt wirkte etwas benommen ob der seltsamen Frage von einem Fremden, erklärte aber dann, dass die Eltern von Maria gestorben seien, ein Bruder sei im Krieg gefallen und der andere betreibe jetzt den Bauernhof. Maria sei ein hübsches Mädchen gewesen, das unglücklich umgekommen sei. Maria war im Stall von einem Pferd, das nach hinten austrat, so getroffen worden, dass sie an dem Tritt starb.

Als dies erzählt wurde, erlebte Inge Ammann den ganzen Hergang noch einmal. Sie schrie und musste beruhigt werden. Danach floh das Ehepaar aus dem Dorf. Frau Ammann brauchte mehrere Wochen, um sich von dem Erlebnis zu erholen. Die beiden vermeiden seither ein Gespräch über dieses Ereignis.

Daher ist es verständlich, dass kein Gespräch mit dem noch lebenden Bauernsohn versucht wurde.
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Quellen:
Das Grüne Blatt, Nummer 9, 1967
Ebon,  Martin (1973) Reincarnation in the Twentieth Century, A Signet Book,  New American Library of Canada, Scarborough, Ontario, S. 108, ISBN: keine
3. Treffen in Berlin

Der Autor K. 0. Schmidt hat den Bericht persönlich von H. G. Scheffler erhalten und veröffentlicht. Ich gebe ihn in einer leicht gekürzten Fassung von Rudolf Passian wieder.

Als Soldat des Ersten Weltkrieges hatte Scheffler, ein Sprachlehrer aus Reutlingen, die furchtbaren Materialschlachten im Westen mitgemacht und war durch dieses grauenvolle Erleben an Gott irre geworden. Nach dem Kriege wandte er sich der Philosophie zu und war über Kant und Schopenhauer mit buddhistischem Gedankengut in Berührung gekommen. So wurde er auch mit der Reinkarnationslehre bekannt, die ihm sehr logisch schien. Nur hätte er gern Beweise gehabt und beschloss deshalb, den Weg des Yoga zu beschreiten. Er berichtet:

“Nach Jahren eines in strengster Askese geführten Lebens gelang es mir nach und nach, das seelische Prinzip in mir so weit zu kultivieren, dass es im Laufe  der Zeit zunehmend die Herrschaft über den Körper gewann. Gemäß den Vorschriften des Yoga schritt ich nacheinander von einer zur andern der vier Versenkungsstufen.”

“Und eines Tages machte  ich, in der Tiefe der vierten Versenkungsübung angelangt, wenn die Seele aus dem Körper tritt und nur noch ein zartes, ätherisches Band sie mit dem Körper verbindet, die ungeheuerlichste Erfahrung meines Lebens: In dem Augenblick, als ich, wie aus tiefer Bewusstlosigkeit  erwachend, die Augen aufschlug, hatte ich ein Bild vor Augen; kein Erinnerungsbild, etwa wie man, am Morgen erwachend, sich des nächtlichen Traumes erinnert, sondern ein Nachbild, wie wenn man in die grelle Sonne geschaut hat, und dann noch eine ganze Weile das Nachbild der rotglühenden Sonnenscheibe vor Augen hat”.

In einer fast plastisch wirkenden Szene sah Scheffler klar und deutlich einen Mann, der als Gärtner in einem Schlosspark arbeitete. Es schien in Schottland zu sein. Auf der Hauptallee des Parks kam raschen Schrittes der Butler gelaufen, der dem Gärtner schon von weitem “Hallo, Duddley!” zurief. Als  der Gärtner sich umwandte, und Scheffler nun dessen Gesicht sah, erkannte er - sich selbst! Scheffler erzählt weiter:

“Dieser Gärtner, dieser  Duddley war ich! Und nun wusste ich auch plötzlich, es war das Jahr 1587. Das Schloss, in dessen Park ich beschäftigt war, lag nordwestlich von Edinburgh. Der Butler, aufs engste mit mir befreundet, teilte mir in hastigen Worten die Hinrichtung Maria Stuarts mit und knüpfte daran die Befürchtung von der möglicherweise zu erwartenden Gefangennahme des schottischen Barons, in dessen Diensten wir beide standen.  Dann verschwamm das Bild allmählich, löste sich auf in einen welligen Dünenstrand, in dessen grauer Ferne ich den Butler und mich langsam verschwinden sah”.

Bis hierher könnte man die  Erzählung als Traum, als Sinnestäuschung, als Selbstsuggestion oder ähnliches abtun, wenn nicht viele Jahre später, im Herbst 1926,  folgendes passiert wäre:

Scheffler wohnte damals in Berlin und befand sich an einem stürmischen und regnerischen Spätnachmittag im Oktober auf dem Wege zum Schlesischen Bahnhof. Die breite Köpenicker Straße war wie leergefegt von Menschen. Sturm und Regen peitschten ihm ins Gesicht, aber weit und breit war kein Taxi zu sehen, mit dessen Hilfe er seinen Weg hätte abkürzen können.

Schefflers Gedanken waren bereits auf sein Reiseziel Breslau gerichtet, als ihn kurz vor dem Überschreiten der nächsten Querstraße unerklärlicherweise ein stark beunruhigendes Gefühl ergriff ... An der Ecke jener Querstraße angelangt, prallte er mit einem Herrn zusammen, der ebenfalls mit hochgeschlossenem Mantelkragen, seinen Regenschirm dicht über den Kopf haltend, in die Köpenicker Straße einbiegen wollte. Beide murmelten eine Entschuldigung und wollten aneinander vorbeihasten. Da begegneten sich ihre Blicke, und - wie Scheffler sagt: nicht aus dem Gehirn, sondern aus der Tiefe seines Unterbewusstseins drang die Gewissheit in ihm empor: “Du kennst ihn!”

Ihm schien, als wäre auch über  des Fremden Gesicht ein plötzliches Erstaunen gehuscht, und als beide schon weitergegangen waren, schaute sich Scheffler nach ihm um. Auch der andere war stehen geblieben und drehte sich um. Beide gingen aufeinander zu und standen sich erneut gegenüber.

Scheffler stellte sich vor und sagte: “Verzeihen Sie, ich habe das Gefühl, als ob wir uns kennen. Ich weiß nur nicht, woher?”

Der Fremde nannte seinen Namen: “Dr. Thomas”,  und sagte, er erinnere sich nicht, aber als er vorhin in diese Straße einbiegen wollte, noch vor der Ecke, also noch bevor er Scheffler gesehen habe, hätte er das Gefühl gehabt, dass gleich etwas Besonderes passieren würde. Und als dann der Zusammenprall geschah, wäre diese innere Spannung abgelöst worden von dem undeutlichen Bewusstsein: Das  ist es!

Da nun dieser Ort, bei Sturm und Regen, für ein längeres Gespräch ungeeignet war, dachte Scheffler überhaupt nicht mehr an seine Reise und lud den Dr. Thomas in ein nahe gelegenes Café ein.

Sie waren die einzigen Gäste. Bald kam das Gespräch in Fluss, und der erste gemeinsame Interessenpunkt war die Philosophie. Dr. Thomas, von Beruf Kunsthistoriker, hatte sich viel mit außereuropäischen Weltanschauungen befasst und daraus die Überzeugung gewonnen, dass er schon verschiedene Male gelebt haben müsse. In Stunden tiefster Versenkung habe er gewisse Stadien früherer Existenzen deutlich wahrgenommen, und zwar nicht traumhaft, sondern wie in einer plastischen Schau.

Besonders aus einem Leben in  Schottland, zur Zeit der Maria Stuart, wisse er, dass er dort als Haushofmeister eines schottischen Barons in der Nähe von Edinburgh gelebt habe. Er sei damals ebenso einsam gewesen wie heute und habe nur einen einzigen Freund gehabt, den Verwalter der großen Gartenanlagen des  Schlosses. Ihn habe er immer über alle Neuigkeiten informiert, so z. B.  über das tragische Ende der Maria Stuart.

“Atemlos”, so berichtet Scheffler, “hatte ich den Worten des Dr. Thomas gelauscht. Noch mit keinem Wort hatte ich etwas von meinem eigenen, gleichartigen Erleben gesprochen. Jetzt aber konnte ich nicht mehr an mich halten, ich unterbrach ihn und stellte die Zwischenfrage: ‘Erinnern Sie sich vielleicht noch, wie ihr damaliger Freund hieß?’  Die Antwort  lautete: ‘Oh ja, ganz genau sogar: er hieß James Duddley!’”

Bestechend sind in diesem Falle die gleichen Erinnerungsinhalte bei zwei einander bislang völlig unbekannten Personen, so dass von einer Kollektiverinnerung gesprochen  werden  kann.         
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Quellen:
Schmidt, K. O. (1962) Wir leben nicht nur einmal / 111 Rückerinnerungen an frühere Leben, Berichte und Tatsachen, Heinrich Schwab, Argenbühl-Eglofstal, S. 262, ISBN: 3-7964-0062-0
Passian Rudolf (1985) Wiedergeburt / Ein Leben oder viele?, Knaur, München, S. 31, ISBN: 3-426-04154-5
4. Weitere Quellen

Auf Orte bezogene Déjà-vus teilweise als Erinnerung aus früheren Leben bestätigt:
Rogo, D. Scott (1985) The Search for Yesterday / A critical  Examination of the Evidence for Reincarnation, Prentice Hall Inc., New  Jersy, S. 35, ISBN: 0-13-797028-5
Muller, Dr. Karl E. (1970) Reincarnation - based on Facts, Psychic Press Ltd., London, S. 102, ISBN: 0853840105
Christie-Murray, David (1981) Reincarnation / Ancient Beliefs  and Modern Evidence, David & Charles (Publ.)  Ltd. Brunel House  Newton  Abbot Devon, S. 138, ISBN: 0-7153-7861-9

Ein zufälliges Zusammentreffen zweier fremder Personen auf  dem französischen Flughafen Orly führt zu einem personenbezogenen  Déjà-vu, das einen Bezug zu früheren Leben aufweist, die ebenfalls teilweise bestätigt werden konnten:
Band 3, S. 412-418, oder Allgeier, Kurt  (1984) Du hast schon einmal gelebt/ Wiedergeburt? Erinnerungen in der  Hypnose, Goldmann, München, S. 141, ISBN: 3-442-11717-8, dort weitere  Fälle.

Weiteres Zusammentreffen in:
Allgeier, Kurt  (1988) Niemand stirbt für ewig / Vorstellungen und Wandlungen der  Reinkarnation: Tod, Metamorphose und Wiedergeburt, Diana, Zürich, S.  306, ISBN: 3-905424-73-2

personenbezogenes Déjà-vu eines Kindes in:
Passian Rudolf (1985) Wiedergeburt / Ein Leben oder viele?, Knaur, München, S. 35, ISBN: 3-426-04154-5 oder in:
Schmidt,  K. O. (1993)  Das abendländische Totenbuch, Band 2, Drei Eichen,  Hammelburg, S. 224, ISBN: 3-7699-0509-1; dort weitere Fälle.
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